Glück Höng, Beratender Ingenieur und Architekt

Klimaresiliente Architektur

Bauliche Maßnahmen zum Schutz vor zukünftigen Klimaveränderungen und Extremwetterereignissen

Aufgabe

Wie können klimaangepasste Gebäude und Außenräume vor Extremwetterereignissen schützen?

Infolge des Klimawandels werden Extremwetterereignisse wie Hitze, Starkregen und Stürme tendenziell zunehmen. Gebäude spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, da sie zum einen Schutzräume bieten und zum anderen aber auch aufgrund Ihrer Exposition im Freien selbst vor Schäden durch Umwelteinflüsse geschützt werden müssen.

Zu den wesentlichen Herausforderungen im Gebäudebereich gehören:

  • Überhitzung von Bauteilen und Innenräumen
  • Beschädigung der Gebäudehülle durch Schlagregen und Hagel
  • Überflutung von unterirdischen und erdnahen Gebäudeteilen
  • Schäden durch starke Winde und Stürme

Abhängig von der Art und Intensität der Extremwetterereignisse können schwerwiegende Schäden am Gebäude entstehen, die für die Betroffenen neben der finanziellen Belastung oftmals auch unangenehme Nutzungseinschränkungen mit sich bringen.
Gezielte und individuelle Maßnahmen am Gebäude und auf dem Grundstück können potenzielle Schäden erheblich mindern und zahlen sich langfristig aus. Zudem gibt es bei den meisten Maßnahmen Synergieeffekte, die sich positiv auf die Nutzungsqualität und den Wert der Liegenschaft auswirken.

Ob eine Maßnahme sinnvoll ist, hängt von vielen objektbezogenen Faktoren ab, diese beinhalten zu Beispiel:

  • Gebäudezustand und Baujahr (verwendete Baustoffe, Konstruktionsarten etc.)
  • Standort und Lage (Wetter und Klima, Topografie, Versiegelungsgrad der Oberflächen, Bebauungsdichte etc.)
  • Eigentumsverhältnisse (Wohneigentumsgemeinschaften, Sondereigentum, Mietshaus etc.)
  • Bauchrechtliche Vorgaben

Lösung

Anpassungsmaßnahmen an Gebäuden und Gestaltung von Freiräumen zur Schadensminimierung

Klimagerechtes Bauen beinhaltet bauliche Maßnahmen, die an die vorherrschenden klimatischen Bedingungen angepasst sind. Dabei werden bauphysikalische Maßnahmen wir Dämmen, Lüften, Speichern, Sonnenschutz und Regenschutz gezielt eingesetzt. Dies betrifft insbesondere die Außenwände und Fassade, die Dachkonstruktion sowie die unterirdischen und erdnahen Gebäudeteile (flutgefährdete Bereiche in Keller und Erdgeschoss).

Bauliche Maßnahmen beinhalten beispielsweise:

  • Effektive Trennung von Wärme- und Witterungsschutz durch hinterlüftete Fassaden und Dachkonstruktionen
  • Verwendung robuster Materialien für die Außenhülle zur Minimierung von Schäden bei Hagel und Starkregen
  • Verminderung des Wärmeeintrags in das Gebäude durch helle Fassadengestaltung und Fassadenbegrünung
  • Begrünte Dächer zur Abflussdrosselung bei Starkregenereignissen und Kühlwirkung im Sommer
  • Energetische Sanierung von Fenstern bzw. Verglasung und Einbau von Sonnenschutzsystemen
  • Baukonstruktiver Schutz von erdberührten Bauteilen gegen Grundwasser und drückendes Wasser
  • Baulicher Schutz vor Überflutungen durch Vermeidung überflutungsgefährdeter Zugänge und Herstellung von Aufkantungen im Bereich von Schächten
  • Einbau von Notüberläufen, Rückstausicherungen und Abwasserhebeanlagen

Neben Maßnahmen am Gebäude können Grundstückseigentümer:innen auch durch gezielte Maßnahmen im Außenraum den Objektschutz und die Sicherheit der Liegenschaft erhöhen.

  • Entsiegelung von Oberflächen zur Anpassung an Starkregen
  • Verwendung heller Oberflächenmaterialien und Flächenbegrünung zur Anpassung an Hitze
  • Anlage von Wasserspeichern (ober- oder unterirdisch)
  • Pflanzen von standortgeeigneter natürlicher Vegetation, insbesondere Bäume

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